HPV Viren

Die HPV Infektion gehört zu den häufigsten sexuell übertragbaren Krankheiten. Statistischen Angaben zufolge infiziert sich im Lebensverlauf mindestens die Hälfte der sexuell aktiven Frauen und Männer mit humanen Papillomaviren HPV. Sie tritt in Mitteleuropa und den USA bei etwa 15-25 % der Frauen auf. Viel häufiger tritt die Infektion in einigen Entwicklungsländern auf. Betroffen sind meistens Frauen zwischen dem 30.-35. Lebensjahr, mit zunehmendem Alter nimmt die Häufigkeit allmählich ab. Bei Frauen nach den Wechseljahren überdauert sie nur in 3-5 % der Fälle. Humane Papillomaviren stellen eine große Virengruppe dar. Es sind über 150 Typen bekannt, die zur Erkrankungen der Haut und der Schleimhäute des Menschen führen können.

Etwa 40 Typen der Viren werden beim Geschlechtsverkehr oder intimem Kontakt mit infizierter Haut und Schleimhaut der äußeren Geschlechtsorgane und des Rektums übertragen.

Humane Papillomaviren werden in zwei Gruppen aufgeteilt. Papillomaviren mit einem geringen Risiko (HPV low risk), führen in der Regel zu keinen Krebsveränderungen, verursachen aber am häufigsten Kondylome an den Schleimhäuten und der Haut der weiblichen und männlichen äußeren Geschlechtsorgane. Die zweite Gruppe bilden Papillomaviren mit einem hohen Risiko (HPV high risk), diese können zu Präkanzerose und Gebärmutterhalskrebs, Brustkrebs und Krebs im Anogenitalbereich und bei Männern zur Entstehung von Peniskrebs führen. Statistisch betrachtet, sind die Typen 16, 18, 31 und 45 am bedeutendsten, sie stellen bis zu 80% aller Infektionen dar. Diese Viren befinden sich in 90% aller Karzinome des Gebärmutterhalses. In den meisten Fällen geht die Infektion spontan zurück, aber bei etwa 10% der Frauen überdauert die Infektion. Ärztliche Studien ergaben, dass die Überdauerung des Virus im Zellinneren des Gebärmutterhalses nach dem 25. Lebensjahr das Risiko von Krebserkrankungen um mehr als 100 % im Vergleich mit gesunden Frauen erhöht. Faktoren, die das Risiko der Entstehung des Gebärmutterhalskrebses erhöhen sind ein früher Beginn mit dem Geschlechtsleben, Promiskuität, Rauchen, Drogen und Schwächung des Immunsystems. Männer und Frauen können Träger der HPV Infektion sein, auch wenn sie keine Krankheitsmerkmale aufweisen und können wiederholt ihren Sexualpartner infizieren.

Bisher durchgeführte wissenschaftliche Forschungen haben erwiesen, dass einer der Wirkstoffe, die die positive Reaktion des menschlichen Organismus auf eine Erkrankung durch humane Papillomaviren HPV und Tumorerkrankungen fördern können, Indol-3-Carbinol ist.

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